In Zeiten wie diesen

Liebe Menschen,

die gesellschaftliche Quarantäne, in die wir uns seit dem 17. März aus Einsicht über unsere derzeitige Machtlosigkeit gegenüber einem Stück Erbinformation in einer Eiweisshülle begeben, verändert unser Leben tiefgreifend und existenziell. Sie verändert unsere Wahrnehmung bevor es unser Leben verändert. Mit unserem Verschwinden aus den öffentlichen und gemeinsamen Räumen der Städte und Dörfer, beobachten wir eine Verschiebung der Wahrnehmung: Mit dem Verschwinden der Lebendigkeit schwindet unserer Urteilssicherheit.

Es gibt nur mehr ein Thema: Was erreichen in der Krise?, nach der Krise?, in der Krise nach der Krise? Zentraler Punkt für eine menschliche Bewältigung derartiger Krisen wird jedoch die Veränderung grundlegender kultureller Werte sein: Resilienz und Respekt wird vor Effizienz und Freundlichkeit gehen müssen. Das zu erreichen wird nicht einfach sein. Ein echter Partizipationsprozess, der dies unserer ganzen Gesellschaft vermittelt, wird nicht unerhebliche Ressourcen in Anspruch nehmen. Und vielleicht sogar Konflikte erzeugen. Daher ist es so wichtig einen klaren Kompass zu entwickeln, Vorsorge im edelsten Sinne sozusagen.


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